Info
Ihre Urlaubsunterkunft befindet sich in ruhiger und trotzdem zentraler Lage Kurpark, Gemeindeamt, Kurverwaltung, Gaststätten, Bushaltestelle und Endstation der Schmalspurbahn sind in 5min. zu Fuß erreichbar.
Kaufhalle und Freibad in 10min., Fußgängergrenzübergang zur Tschechischen Republik in 15 Minuten.
Lassen Sie sich überraschen, wir freuen uns auf Ihren Besuch.
“Dieses Jahr fahren wir in die Oberlausitz!”. Dieser Satz meiner Freundin erschreckte mich am Anfang zutiefst. “Meinst Du das ernst?”, fragte ich vorsichtig “wir können doch mal in die Berge, oder an die See, oder …”. Ihre Entscheidung stand jedoch fest: SACHSEN ! – DAS MUSS ES SEIN.
Als wir kurze Zeit später auf der Autobahn Richtung Zittau fuhren, schienen sich meine Vorurteile zu bestätigen: Lange Straßen, kaum Dörfer, und …eine wunderschöne Landschaft. Ich war überrascht: Damit hatte ich – als Wessi – überhaupt nicht gerechnet. In Jonsdorf angekommen, verflogen die Vorurteile schnell. Das Dorf mit seinem Kurpark, der Eishalle, der Gondelfahrt und dem ganz eigenen, idyllischen Charme kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Laut Legende von dem Schäfer “Jonas” gegründet, siedelten sich 1539 knapp ein Dutzend Familien in dem weiten Gebirgstal an – der Prior des nahe liegenden Klosters Oybin hatte es ihnen erlaubt. Anfänglich noch Bauern, lag der Haupterwerb der Einwohner später bei der Leinenweberei, einige verdienten ihren Unterhalt auch als Arbeiter in den nahe gelegenen Mühlsteinbrüchen. Früh hatte man nämlich festgestellt, dass sich der Jonsdorfer Sandstein durch seine Eigenschaften besonders gut als Mühlstein eignet. 1580 eröffnet, wurden hier bis 1917 Mühlsteine gebrochen und nach ganz Europa verkauft.
Heute sind die Brüche, mitten im zerklüfteten Zittauer Gebirge gelegen, ein beliebtes Ausflugsziel. Lange Wanderwege eröffnen hier und dort einen Ausblick auf die idyllische Landschaft, bei gutem Wetter kann man bis ins nahe gelegene Polen und in die Tschechei blicken – die man übrigens auch gut zu Fuß erreichen kann. Hier laden Gaststätten zum verweilen ein, die Preise sind, trotz Euro, immer noch sehr moderat. Auch Polen ist mit dem Auto nur “einen Katzensprung” entfernt, der nächste Grenzübergang liegt in der Kreisstadt Zittau, wo besonders das mittelalterliche Fastentuch sehenswert ist.
Nach zwei Wochen Urlaub im Zittauer Gebirge war ich überzeugt. Egal was man erwartete:
Jonsdorf fasziniert.
J.Dimbach Bonn

